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Dein Shop ist der erste Eindruck. Noch bevor jemand ein Produkt ansieht, entscheidet das Design über Vertrauen – oder Abbruch.

Das Standard-Theme von Shopware funktioniert. Aber es wirkt schnell generisch. Jeder zweite Shop sieht damit ähnlich aus.

Wenn du professionell auftreten willst, reicht das nicht. Du brauchst ein Design, das zu deiner Marke passt. Klar. Strukturiert. Und auf deine Zielgruppe abgestimmt.

Genau hier kommt das Shopware Theme anpassen ins Spiel.

Mit dem richtigen Aufbau holst du mehr aus deinem Shop heraus. Du schaffst Wiedererkennung. Du führst Kunden gezielter durch den Kaufprozess. Und du gibst deinem Shop genau den Charakter, den du brauchst.

Aber: Einfach im Code herumbasteln bringt nichts. Es geht um Struktur. Update-Sicherheit. Und sauberes Arbeiten.

In diesem Guide zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du dein Shopware Theme anpassen kannst. Systematisch. Verständlich. Und so, dass du langfristig davon profitierst.

Ob du selbst Hand anlegst oder jemanden beauftragst – mit dem richtigen Wissen triffst du bessere Entscheidungen.

Bereit? Dann starten wir mit den Grundlagen.

Die Grundlagen: Was ist ein Shopware Theme?

Ein Theme bestimmt, wie dein Shop aussieht. Es legt Layout, Farben, Schriftarten und die Struktur der Inhalte fest.

Shopware liefert ein Standard-Theme mit. Das funktioniert – ist aber sehr allgemein. Viele Shops wirken dadurch gleich.

Wenn du auffallen willst, musst du dich davon abheben. Und das geht am besten, indem du dein Shopware Theme anpasst.

Damit dein Shop zu deiner Marke passt. Und nicht umgekehrt.

Bevor du loslegst, solltest du ein wichtiges Prinzip kennen: Shopware nutzt Theme-Vererbung. Das bedeutet, du erstellst kein komplett neues Theme. Du leitest dein eigenes Theme vom Standard-Theme ab.

So bleibst du update-sicher – ein großer Vorteil, gerade bei langfristigen Projekten.

Ein häufiger Fehler: Änderungen direkt im Original-Theme. Nach einem Update ist alles wieder weg.

Die bessere Lösung: Du arbeitest mit einem abgeleiteten Theme. Damit behältst du Kontrolle und Stabilität. Und du kannst dein Shopware Theme anpassen, ohne technische Risiken einzugehen.

Das spart Zeit. Und schützt dich vor bösen Überraschungen.

Eigenes Theme erstellen – Technische Vorbereitung

Bevor du dein Shopware Theme anpassen kannst, brauchst du eine stabile Grundlage. Shopware nutzt ein modulares System: Dein Theme ist ein eigenes Plugin.

Das klingt komplex – ist aber schnell erledigt.

Mit diesem Befehl erstellst du dein Theme in der Konsole:

php bin/console theme:create

Im Anschluss erscheint dein neues Theme im Admin-Bereich. Aktiviere es und weise es einem Verkaufskanal zu.

Wichtig: Ohne aktive Zuweisung wird dein Theme im Frontend nicht geladen. Das übersieht man leicht.

Die Ordnerstruktur findest du unter custom/plugins/DeinTheme/. Hier befinden sich alle relevanten Bereiche für:

  • Templates (Twig-Dateien)
  • Konfiguration (theme.json)
  • Assets (Bilder, Icons)
  • Stylesheets (CSS / SCSS / LESS)

Diese Struktur ist entscheidend, wenn du gezielt einzelne Shop-Elemente bearbeiten willst. Zum Beispiel den Header, den Footer oder die Produkt-Templates.

Ein klar aufgebautes Theme spart dir später Zeit – und macht Anpassungen sicherer und nachvollziehbar.

So passt du dein Shopware Theme an

3.1 Dateien korrekt ableiten

Jetzt geht es an die Praxis. Wenn du dein Shopware Theme anpassen willst, solltest du wissen, wie du Templates richtig ableitest.

Shopware nutzt ein Blocksystem. Du kannst einzelne Bereiche im Frontend überschreiben oder erweitern – ganz gezielt.

Dafür kopierst du die Original-Datei in dein Theme-Verzeichnis und leitest sie ab. Das geschieht mit {% sw_extends %}.

Ein einfaches Beispiel:

{% sw_extends '@Storefront/storefront/layout/footer/footer.html.twig' %}{% block layout_footer_copyright %}    <p>© {{ "now"|date("Y") }} Dein Unternehmen</p>{% endblock %}

So änderst du den Footer, ohne andere Bereiche zu beeinflussen.

Wenn du Inhalte nur ergänzen willst, nutze {{ parent() }}. Damit bleibt der ursprüngliche Inhalt erhalten:

{% block layout_footer_service_menu_content %}    {{ parent() }}    <div>Dein zusätzlicher Inhalt</div>{% endblock %}

Diese Vorgehensweise ist sauber, sicher und update-kompatibel. Sie ist essenziell, wenn du ein Shopware Theme anpassen willst – egal ob einfach oder komplex.

3.2 Typische Anpassungen im Frontend

Viele Anpassungen betreffen sichtbare Bereiche wie Footer, Produktseite oder Textinhalte. Genau hier entscheidet sich der Eindruck deines Shops.

Ein häufiger Wunsch: Das Shopware-Logo im Footer entfernen oder eigenen Text einfügen. Dafür leitest du die Datei footer.html.twig ab und passt den entsprechenden Block an:

{% block layout_footer_copyright %}    <p>© 2025 Dein Unternehmen</p>{% endblock %}

Wenn du flexibel bleiben willst, nutze Textbausteine. Im Template sieht das so aus:

{{ "custom.footer.text"|trans }}

Den zugehörigen Text pflegst du direkt im Admin – ohne erneut in den Code zu gehen.

Auf der Produktdetailseite kannst du zusätzliche Inhalte wie Größentabellen oder Hinweise ergänzen. Zum Beispiel über ein Custom Field:

{{ page.product.translated.customFields.groessentabelle }}

Tipp: Nutze Bedingungen, damit nur gefüllte Felder angezeigt werden. Das sorgt für ein sauberes Layout.

Diese Anpassungen gehören zu den häufigsten Aufgaben im Shop-Design. Wenn du sie beherrschst, kannst du viele Ideen schnell umsetzen – ohne komplexe Eingriffe.

3.3 Weitere häufige Änderungen

Es gibt einige Anpassungen, die regelmäßig nachgefragt werden – und sich leicht umsetzen lassen.

Kategoriebeschreibung unter dem Listing anzeigen

Standardmäßig erscheint die Beschreibung oberhalb der Produkte. Für bessere Lesbarkeit und SEO kann es sinnvoll sein, sie nach unten zu verschieben. Dazu passt du das Template für die Kategorieseite an und verschiebst den Block entsprechend.

Lieferstatus unabhängig vom Lagerbestand

Bei Pre-Order-Produkten oder Dropshipping-Artikeln möchtest du manchmal einen eigenen Lieferhinweis anzeigen – auch wenn kein Bestand vorhanden ist. Nutze dafür ein Custom Field:

{% if page.product.translated.customFields.lieferstatus %}    <div class="delivery-info">        {{ page.product.translated.customFields.lieferstatus }}    </div>{% endif %}

Größentabelle oder Zusatzinfos auf der Produktseite

Viele Shops ergänzen Produktseiten mit zusätzlichen Informationen – z. B. Größentabellen, Materialien oder Pflegehinweisen. Auch das lässt sich über ein Custom Field lösen. Denk daran, Inhalte nur anzuzeigen, wenn sie vorhanden sind.

Dokumentenvorlagen anpassen

Du willst mehr Infos auf deinen Rechnungen oder Lieferscheinen? Kein Problem. Die Dokumente nutzen eigene Templates, z. B. base.html.twig. Du kannst sie ableiten und z. B. den Footer ergänzen oder das Layout anpassen.

Alle diese Änderungen helfen dir, deinen Shop professioneller wirken zu lassen – ohne große Umwege im System.

Designoptionen im Shopware Theme

Nicht jede Anpassung braucht Code. Viele Designänderungen kannst du direkt im Shopware-Admin umsetzen.

In den Theme-Einstellungen findest du Optionen für:

  • Farben (z. B. Buttons, Hintergrund, Text)
  • Schriftarten und Größen
  • Logos für Desktop, Tablet und Mobilgeräte
  • Abstände, Button-Designs und mehr

Du erreichst diese Einstellungen unter: Einstellungen > Erweiterungen > Themes > Dein Theme > Theme konfigurieren.

Für viele Shops reicht das bereits aus, um ein sauberes, markengerechtes Design umzusetzen – ohne eine Zeile Code zu schreiben.

Wenn du mehr Kontrolle brauchst, kannst du eigene Stylesheets einbinden. Das funktioniert über dein Theme-Verzeichnis unter:

/src/Resources/app/storefront/src/scss/

Dort kannst du mit LESS oder SCSS arbeiten und z. B. Farben, Abstände oder Schriften ganz individuell gestalten.

Hinweis zu Premium-Themes

Im Shopware Store findest du viele vorgefertigte Themes wie „Elle“, „Showroom“ oder „Shape“.

Beachte: Viele dieser Themes werden seit Shopware 6.7 nicht mehr unterstützt. Ein eigenes Theme gibt dir langfristig mehr Flexibilität und Sicherheit bei Updates.

Performance und Pflege

Wenn du dein Shopware Theme anpasst, solltest du auch auf die technische Pflege achten. Denn jede Änderung kann Auswirkungen auf das Frontend haben.

Ein häufiger Fehler: Änderungen sind gemacht, aber sie erscheinen nicht. Ursache ist oft der Cache oder ein nicht kompiliertes Theme.

Nutze diese Befehle in der Konsole:

php bin/console cache:clearphp bin/console theme:compile

Alternativ: Über den Admin unter Einstellungen > System > Caches & Indizes.

Vor allem bei größeren Anpassungen solltest du zuerst in einer lokalen Entwicklungsumgebung testen – zum Beispiel mit Docker oder einer lokalen Installation.

So erkennst du mögliche Fehler früh – bevor sie im Live-Shop auftreten.

Tipp: Dokumentiere deine Anpassungen. Das spart Zeit, wenn du später neue Funktionen einbauen oder das Theme erweitern willst.

Ein gut gepflegtes Theme ist stabil, nachvollziehbar – und lässt sich langfristig besser weiterentwickeln.

Unterstützung durch eine Agentur

Du willst dein Shopware Theme anpassen, aber dir fehlt die Zeit oder das technische Know-how? Dann kann es sinnvoll sein, eine Agentur einzubeziehen.

Typische Gründe dafür:

  • Du willst ein individuelles Design, das exakt zu deiner Marke passt.
  • Du möchtest sicherstellen, dass Anpassungen update-sicher umgesetzt werden.
  • Der Shop soll in kurzer Zeit live gehen – ohne technische Experimente.

Achte bei der Auswahl auf klare Kommunikation, transparente Angebote und technische Dokumentation. Eine gute Agentur erklärt dir, was sie macht – und warum.

Sie baut dein Theme so, dass du es später selbst pflegen oder erweitern kannst.

Was kostet das?

Das hängt vom Umfang ab. Einfache Anpassungen wie Farben oder Footer bekommst du ab ca. 500 €.

Ein komplett individuelles Theme – mit eigenen Templates, sauberem Code und responsive Design – kostet in der Regel zwischen 2.000 € und 5.000 €.

Designumsetzungen auf Basis von Figma oder Sketch werden meist nach Aufwand kalkuliert.

Lohnt sich das?

Wenn du deinen Shop langfristig professionell betreiben willst: Ja. Eine technisch saubere Umsetzung erspart dir später viele Probleme – und gibt dir mehr Spielraum für Wachstum.

Fazit: Klarheit schafft Vertrauen

Ein Theme ist mehr als nur Design. Es beeinflusst, wie dein Shop wirkt – und wie er genutzt wird.

Wenn du dein Shopware Theme anpassen willst, brauchst du kein Technikprofi sein. Aber du solltest die Grundlagen verstehen. Das hilft dir, bessere Entscheidungen zu treffen – auch im Gespräch mit Agenturen oder Entwicklern.

Hier die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • Ändere nie direkt das Standard-Theme. Arbeite mit Vererbung.
  • Teste alle Änderungen lokal, bevor du live gehst.
  • Dokumentiere deine Anpassungen und halte dein Theme update-sicher.
  • Entscheide bewusst, was du selbst machst – und was du abgibst.

Ein individuelles Theme zahlt sich fast immer aus. Es stärkt deinen Markenauftritt und erleichtert es Kunden, sich im Shop wohlzufühlen.

Du musst nicht alles sofort perfekt machen. Aber du solltest mit einem klaren Plan starten.