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Warum Checkout-Felder wichtig sind

Der Checkout ist der entscheidende Moment im Verkaufsprozess. Hier entscheidet sich, ob ein Besucher zum Kunden wird oder die Bestellung abbricht. Genau deshalb solltest du die Felder in deinem WooCommerce Checkout nicht dem Zufall überlassen.

Jedes unnötige Feld kostet Zeit und kann Zweifel auslösen. Umgekehrt können gezielt eingesetzte Felder Vertrauen schaffen, Informationen liefern und den Kunden gezielt führen.

Was Checkout-Felder bewirken können

  • Besserer Überblick über Kundenwünsche (z. B. Lieferhinweise, Wunschdatum)
  • Optimierung des Versands oder der Auftragsabwicklung
  • Rechtssicherheit durch Pflichtangaben (z. B. USt-ID, AGB-Zustimmung)
  • Steigerung der Conversion durch Vereinfachung und klare Struktur

Viele Shopbetreiber unterschätzen, wie stark ein gut optimierter Checkout auf die Kaufentscheidung wirkt. Studien zeigen, dass reduzierte und logisch strukturierte Checkout-Prozesse die Conversion-Rate deutlich steigern können.

Im nächsten Abschnitt sehen wir uns an, was WooCommerce standardmäßig im Checkout bietet und wo die Grenzen liegen.

Standard vs. individueller Checkout in WooCommerce

WooCommerce bringt eine Reihe von Standardfeldern im Checkout mit. Diese decken viele typische Anwendungsfälle ab. Doch nicht jeder Shop passt in dieses Raster. Und genau hier wird es spannend.

Was WooCommerce von Haus aus bietet

  • Rechnungsdetails (Name, Adresse, E-Mail, Telefon)
  • Versandadresse (optional)
  • Bestellnotiz-Feld
  • Zahlungsmethode-Auswahl

Das reicht für einfache Shops aus. Aber was ist, wenn du:

  • eine Umsatzsteuer-ID abfragen musst
  • ein Feld für Wunschlieferdatum brauchst
  • Firmenkunden mit separaten Eingaben bedienen willst
  • andere Felder nur unter bestimmten Bedingungen anzeigen willst

Der Standard-Checkout lässt sich zwar begrenzt per Theme anpassen, aber für individuelle Felder brauchst du entweder Programmierkenntnisse oder ein Plugin.

Warum individuelle Felder sinnvoll sind

  • Du bekommst genau die Informationen, die du wirklich brauchst
  • Du kannst den Checkout auf dein Geschäftsmodell zuschneiden
  • Du erhöhst die Datenqualität und reduzierst Rückfragen im Support

Im nächsten Abschnitt schauen wir uns die drei Wege an, wie du deine Checkout-Felder anpassen kannst: per Code, mit einem Plugin oder über dein Theme.

Optionen zur Anpassung

Wenn du Checkout-Felder in WooCommerce ändern willst, gibt es drei Wege: per Code, mit einem Plugin oder durch Theme-Anpassungen. Welche Methode für dich die beste ist, hängt von deinem technischen Know-how und deinem Ziel ab.

1. Checkout-Felder per Code ändern

Für Entwickler ist der direkte Weg über die functions.php-Datei oder ein eigenes Plugin oft die flexibelste Lösung. Du kannst damit neue Felder hinzufügen, bestehende Felder ändern oder entfernen. Auch Validierungen und Bedingungen lassen sich damit umsetzen.

Vorteile:

  • Volle Kontrolle über Position, Inhalte und Logik
  • Keine Abhängigkeit von externen Plugins

Nachteile:

  • Erfordert solides PHP-Verständnis
  • Fehlerhafte Anpassungen können zu Bestellabbrüchen führen

2. Plugins für Checkout-Felder

Wenn du keine Codezeile schreiben willst, gibt es eine Vielzahl an Plugins, mit denen du Checkout-Felder verwalten kannst. Die bekanntesten sind:

Sie ermöglichen dir meist per Drag and Drop das Hinzufügen, Umbenennen oder Entfernen von Feldern. Einige bieten auch Bedingungen oder Validierungen.

3. Anpassungen im Theme oder per Page Builder

Wenn dein Theme oder Page Builder wie ShopEngine den Checkout visuell bearbeitet, kannst du Felder auch dort verschieben oder gestalten. Ideal für Shops, die auf Design und Conversion optimiert sind.

Im nächsten Abschnitt schauen wir uns an, wie du ganz konkret Felder hinzufügst, änderst oder entfernst und was du dabei beachten solltest.

Felder hinzufügen, entfernen und anpassen

Du willst das Checkout-Formular in WooCommerce so gestalten, dass es genau zu deinem Shop passt? Dann ist es wichtig zu wissen, welche Felder du wie beeinflussen kannst. Egal ob du Felder löschen, umbenennen oder neue einfügen willst, das Vorgehen ist klar strukturiert.

Welche Feldtypen sind möglich?

  • Textfeld
  • Dropdown
  • Checkbox
  • Radio Buttons
  • Date Picker
  • Textbereich (Textarea)

Die meisten Plugins und Codesnippets unterstützen diese Typen. Für erweiterte Funktionen wie Upload-Felder brauchst du ein spezialisiertes Plugin.

Typische Anpassungen

  • Feld hinzufügen (zum Beispiel für Lieferdatum)
  • Feld entfernen (zum Beispiel Telefonnummer bei reinem E-Mail-Versand)
  • Feld verpflichtend machen oder optional schalten
  • Label und Platzhaltertext ändern
  • CSS-Klassen für individuelles Styling vergeben

So geht’s per Code (Beispiel)

Mit folgendem PHP-Snippet kannst du ein zusätzliches Textfeld im Checkout anzeigen lassen:


add_filter('woocommerce_checkout_fields', 'mein_custom_feld');

function mein_custom_feld($felder) {
    $felder['billing']['lieferhinweis'] = array(
        'label' => 'Lieferhinweis',
        'placeholder' => 'Zum Beispiel: bitte bei Nachbarn klingeln',
        'required' => false,
        'class' => array('form-row-wide'),
        'clear' => true,
        'type' => 'text'
    );
    return $felder;
}

Wenn du ein Feld entfernen willst, kannst du diesen Code nutzen:


add_filter('woocommerce_checkout_fields', 'feld_entfernen');

function feld_entfernen($felder) {
    unset($felder['billing']['billing_phone']);
    return $felder;
}

Im nächsten Abschnitt schauen wir uns an, wie du Felder abhängig von bestimmten Bedingungen einblendest oder ausblendest.

Erweiterte Logiken und Bedingungen

Manchmal reicht es nicht, einfach nur ein Feld hinzuzufügen oder zu entfernen. Du willst, dass Felder nur erscheinen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind? Genau das lässt sich mit bedingter Logik umsetzen.

Beispiel: Ein Feld für die Umsatzsteuer-ID soll nur erscheinen, wenn ein Kunde als Firma bestellt. Oder ein Feld für Wunschlieferdatum soll nur bei bestimmten Produkten auftauchen.

Typische Anwendungsfälle für Bedingungen

  • Nur anzeigen, wenn ein bestimmtes Produkt im Warenkorb liegt
  • Nur für bestimmte Versandmethoden
  • Nur für bestimmte Kundengruppen oder eingeloggte Benutzer
  • Abhängig von einer vorherigen Auswahl (z. B. Ja/Nein-Feld)

Wie setzt du das um?

Es gibt zwei Möglichkeiten: per Code oder mit einem Plugin.

  • Per Code: Du prüfst Bedingungen mit PHP und blendest Felder über Filter dynamisch ein oder aus. Dafür brauchst du Kenntnisse in WooCommerce-Hooks und PHP-Logik.
  • Per Plugin: Plugins wie Flexible Checkout Fields Pro oder WooCommerce Checkout Manager bieten einfache Regeln wie Wenn Produkt A im Warenkorb ist, dann zeige Feld B.

JavaScript für Live-Anzeige

Wenn du willst, dass Felder direkt auf der Seite erscheinen oder verschwinden, brauchst du zusätzlich JavaScript. Beispiel: Ein Feld wird sichtbar, sobald eine Checkbox aktiviert wird.

Im nächsten Abschnitt geht es darum, wie du die Felder im Layout positionierst und in die E-Mails oder das Kundenkonto einbindest.

Darstellung und Positionierung

Ein Feld allein bringt wenig, wenn es an der falschen Stelle steht oder den Checkout unübersichtlich macht. Die richtige Platzierung deiner Checkout-Felder ist entscheidend für Benutzerfreundlichkeit und Conversion.

Felder im Layout verschieben

WooCommerce gruppiert Checkout-Felder in Bereiche wie Rechnungsdetails, Versandadresse oder zusätzliche Felder. Mit Code oder einem Plugin kannst du bestimmen, wo dein Feld angezeigt wird.

Typische Positionierungen:

  • Vor oder nach einem bestehenden Feld
  • In einer neuen Zeile oder Spalte
  • Nur sichtbar bei bestimmten Bedingungen

Per CSS kannst du zudem Abstände, Farben oder Gruppierungen gestalten. Wenn du viele Felder nutzt, macht es Sinn, diese optisch zu clustern, zum Beispiel durch Zwischenüberschriften oder Boxen.

Checkout-Felder in E-Mails und im Kundenkonto anzeigen

Einige Felder sollen nicht nur beim Checkout erscheinen, sondern auch später sichtbar sein. Dafür kannst du sie in folgenden Bereichen ausgeben:

  • In der Bestellbestätigungs-E-Mail
  • Im Admin-Bereich der Bestellung
  • Im Mein-Konto-Bereich des Kunden

Das funktioniert per Code oder über Plugin-Einstellungen. Achte darauf, dass sensible Daten wie Notizen oder Zusatzinfos nicht versehentlich öffentlich angezeigt werden.

Im nächsten Abschnitt schauen wir uns an, wie du deine Felder mobil optimierst und welche UX-Prinzipien dir helfen, Kaufabbrüche zu reduzieren.

Mobile und UX Optimierung

Über 60 Prozent aller Onlinekäufe werden mittlerweile über Mobilgeräte abgeschlossen. Deshalb muss der Checkout auf dem Smartphone nicht nur funktionieren, sondern richtig gut aussehen und sich schnell bedienen lassen.

Weniger ist mehr

Reduziere die Anzahl der Felder auf das Nötigste. Jedes zusätzliche Feld erhöht die Absprungrate. Frage dich bei jedem Feld: Brauche ich diese Information wirklich, oder kann sie später nachgereicht werden?

Typische UX-Verbesserungen

  • Autofill aktivieren für Name, E-Mail und Adresse
  • Feldreihenfolge logisch anordnen
  • Große Eingabefelder und ausreichender Abstand
  • Klare Labels und Platzhaltertexte
  • Visuelles Feedback bei Fehlern

Fortschrittsanzeige integrieren

Gerade bei längeren Checkouts hilft eine Fortschrittsanzeige. Der Kunde sieht, wie viele Schritte noch vor ihm liegen. Das reduziert Unsicherheit und erhöht die Abschlussquote. Tools wie CartFlows oder Page-Builder-Add-ons bieten solche Funktionen auch für WooCommerce.

Testen nicht vergessen

Teste deinen Checkout regelmäßig auf verschiedenen Geräten und Browsern. Achte darauf, dass alle Felder korrekt angezeigt werden, sich leicht ausfüllen lassen und keine Fehler erzeugen.

Im nächsten Abschnitt geht es um rechtliche Anforderungen in Deutschland und Österreich und wie du mit zusätzlichen Feldern datenschutzkonform umgehst.

Rechtliche Anforderungen und DSGVO

Wenn du Checkout-Felder anpasst oder neue Informationen erhebst, musst du sicherstellen, dass dein Shop alle rechtlichen Vorgaben erfüllt. Gerade in Deutschland und Österreich gelten strenge Regeln für Online-Formulare und Datenerhebung.

Nur notwendige Daten erheben

Laut DSGVO darfst du nur die Daten abfragen, die du wirklich für den Kaufprozess brauchst. Felder wie Name, Adresse und E-Mail sind in der Regel unproblematisch. Zusatzfelder wie Geburtsdatum, Umsatzsteuer-ID oder Lieferhinweise solltest du nur dann erheben, wenn sie für den Vertrag erforderlich sind.

Felder korrekt kennzeichnen

  • Pflichtfelder müssen klar erkennbar sein
  • Zusätzliche Felder sollten freiwillig sein, wenn sie nicht gesetzlich notwendig sind
  • Hinweise zur Datennutzung sollten leicht verständlich formuliert sein

AGB, Datenschutz und Widerruf einbinden

Stelle sicher, dass der Kunde beim Checkout aktiv deine AGB akzeptiert. Auch ein Link zur Datenschutzerklärung und zur Widerrufsbelehrung muss vorhanden sein. Am besten nutzt du dafür Checkboxen mit klarer Formulierung und Pflichtaktivierung.

Daten speichern und archivieren

Alle Daten, die du über den Checkout erhebst, müssen sicher gespeichert und vor unbefugtem Zugriff geschützt werden. Nutze dafür zertifizierte Hosting-Anbieter und sichere regelmäßige Backups. Wenn du personenbezogene Zusatzfelder nutzt, dokumentiere ihren Zweck und ihre Aufbewahrungsfrist.

Im nächsten Abschnitt werfen wir einen Blick auf Tools und Plugins, die dir helfen, deine Checkout-Felder technisch sauber und rechtssicher umzusetzen.

Tools und Plugins im Vergleich

Wenn du Checkout-Felder in WooCommerce anpassen willst, musst du nicht alles selbst programmieren. Es gibt viele solide Plugins, die dir die Arbeit abnehmen. Hier findest du die besten Tools im Vergleich.

1. Checkout Field Editor (ThemeHigh)

  • Funktionen: Felder hinzufügen, umbenennen, entfernen, sortieren
  • Benutzeroberfläche: Intuitiv per Drag and Drop
  • Vorteile: Kostenlos in der Basisversion, Pro-Version mit erweiterten Bedingungen
  • Link: Download auf WordPress.org

2. Flexible Checkout Fields (WP Desk)

  • Funktionen: Neue Feldtypen, bedingte Anzeige, Validierung
  • Besonderheit: Kompatibel mit mehrsprachigen Shops (WPML)
  • Vorteile: Viele erweiterte Features, gute Dokumentation
  • Link: Zur Plugin-Seite

3. WooCommerce Checkout Add-Ons

  • Funktionen: Zusätzliche Felder, Checkboxen, Gebührenoptionen
  • Vorteile: Ideal für Shops mit Spendenfeldern oder Zusatzservices
  • Link: Mehr Infos bei WooCommerce.com

Was du bei der Plugin-Wahl beachten solltest

  • Ist das Plugin kompatibel mit deinem Theme und Page Builder?
  • Unterstützt es Bedingungen und Validierungen?
  • Ist es DSGVO-konform und dokumentiert?
  • Wie sieht die Performance bei vielen Feldern aus?

Im letzten Abschnitt fassen wir alles zusammen und geben dir eine klare Empfehlung, wann du selbst tätig wirst und wann sich professionelle Hilfe lohnt.

Fazit und nächste Schritte

Checkout-Felder in WooCommerce zu optimieren ist eine der wirkungsvollsten Möglichkeiten, den Kaufprozess zu verbessern. Ob du zusätzliche Informationen brauchst, Pflichtfelder anpassen oder das Design klarer strukturieren willst – du hast viele Optionen.

Der richtige Weg hängt von deinem Shoptyp, deinen technischen Fähigkeiten und deinem Ziel ab. Für einfache Anpassungen reicht oft schon ein gutes Plugin. Für komplexere Bedingungen oder rechtlich sensible Felder empfiehlt sich professionelle Unterstützung.

Dein nächster Schritt

  • Überlege, welche Informationen du wirklich brauchst
  • Teste ein Plugin wie Flexible Checkout Fields oder ThemeHigh
  • Wenn du dir unsicher bist: Starte mit einem Feld und beobachte die Wirkung
  • Sprich mit einer Agentur, wenn du ein individuelles Setup willst

Richtig umgesetzt helfen dir angepasste Checkout-Felder nicht nur bei der Datenerfassung, sondern auch beim Umsatz. Weniger Abbrüche, mehr Klarheit, bessere Prozesse – ein gezielter Umbau lohnt sich.